GZSZ: Gute Zitate, schlechte Zitate …

Von Zeit zu Zeit werden wir hier ein paar Zitate posten. Sie stammen entweder aus Texten zum Thema und bringen etwas auf den Punkt oder werden von uns einfach auf das Thema bezogen. Zu der zweiten Kategorie gehört unzweifelhaft das erste Zitat:

Zugeschrieben wird es Paul Watzlawick, scheint aber auch als chinesisches Sprichwort betrachtet zu werden. Gesehen im Berliner Fenster (diesem nervtötenden U-Bahn-Fernsehen).

„Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“


8 Antworten auf “GZSZ: Gute Zitate, schlechte Zitate …”


  1. 1 naja 10. Oktober 2007 um 12:33 Uhr

    Wie wärs mit nen neuen Zitat:

    Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum! (Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare.)

    Marcus Tullius Cicero (106-43), röm. Redner u. Schriftsteller

    Ansonsten vielleicht reicht ab und an eins, denn zum diskutieren scheinen sie nicht anzuregen….

  2. 2 nfir 10. Oktober 2007 um 18:43 Uhr

    Ich hätte da aber noch ein schönes:
    „It might seem weird to write a zine for supporting both the victim and the abuser. So here’s why: we believe in revolution and community and people’s capacity for change.“

    (aus dem „Thoughts about community-support around intimate violence“-Zine, S.3)

  3. 3 nfir 20. Oktober 2007 um 0:35 Uhr

    Ein weniger schönes

    „Sich nicht zu verhalten, sich eine objektive Meinung zu bilden oder ‚beide Seiten hören zu wollen‘, bedeutet […] Täter sexueller Gewalt zu unterstützen.“

    GAP – Gruppe Antisexistische Praxis, Berlin: „Was tun wenn’s brännt? Zum Umgang mit sexueller Gewalt“, in: As_ism2, S. 27.

  4. 4 if i had a hammer 21. Oktober 2007 um 14:00 Uhr

    @nfir,
    ja dein GAP-Zitat bestätigt noch mal schön den Spruch von Hammer und Nagel oben. Da wird eben jedes Problem zurechtgekloppt, obwohl klar sein sollte, dass das der Realität nicht entsprechen kann. Z.B wird die Vielschichtigkeit zwischen Opfer- und Tätersein einfach ausgeblendet. So richtig klar wird einer das beim Lesen der Beispielfälle im amerikanischen Zine „intimate violence – thoughts about community support around“. (schön übrigens, dass dort anscheinend offener diskutiert werden kann.)
    Umso gefährlicher, wenn dabei auch noch, wie von der GAP, Holzhammermethoden angewendet werden. Das ist ja nicht nur für die entsprechenden Fälle ungünstig, sondern wirkt darüber hinaus auch noch abschreckend für eine Szene und diskreditiert damit die so bitter nötige Emanzipation der Frau und den Feminismus.

  5. 5 nfir 14. November 2007 um 17:11 Uhr

    „Es gibt Leute, die darauf bestehen, sich den Dauerlutscher verkehrt herum in den Mund zu schieben. Sie setzen am »Bewusstsein« an. Schwierige Sache, denn wie lässt sich so was messen? Sie werden in jedem »einzelnen Bewusstsein« Spuren von Rassismus, Sexismus, Karrierismus und dergleichen finden. Und dann? Dieses Rangehen hat nur einen Vorteil: Leute, die so drangehen, können sich über andere erheben. Denn sie sind es ja, die das Bewusstsein beurteilen und dann die entsprechenden Gegenmaßnahmen »verordnen«.“

    Wildcat, Nr. 79, Herbst 2007, S. 6, Seitenspalte „Neuzusammensetzung“ [Klassenzusammensetzung].

  6. 6 Josef 25. November 2007 um 15:31 Uhr

    „Denn wer kämpft für das Recht, der hat immer Recht“
    Gegen Lüge und Ausbeuterei
    Wer das Leben beleidigt ist dumm oder schlecht
    Wer die Menschheit verteidigt hat immer Recht“

    (Lied der Partei, 1950)

    The good, the bad, the ugly – dieses Zitat fällt wohl eher in die letztere Kategorie.
    Aber irgendwie werd ich den Ohrwurm nicht los in dieser Debatte. Warum nur? Denn es wär doch so schön einfach und behaglich, wenns eine Gruppe in dieser Welt gäbe, auf die man sich verlassen kann, die Orientierung und Halt bietet, die einfache Antworten auf alle Probleme gibt, die eben einfach immer Recht hat…

  7. 7 nfir 07. Dezember 2007 um 16:50 Uhr

    Nicht nur wollen wir den Menschen die Zeit und die Möglichkeit geben, reaktionäre Verhaltensweisen abzulegen, wir halten es auch für unerlässlich im Sinne der Verantwortung, die wir tragen. Hierin unterscheidet sich anarchistisches Verständnis vom Umgang mit „Delinquenten“ von dem bürgerlichen, das seine Problemfälle einfach aus dem Gesichtskreis verbannen will.

    Wir sind der Überzeugung, dass Menschen sich verändern, und der Wille zur Veränderung von Mensch und Gesellschaft ist eine der Grundlagen für ein emanzipatives Wirken.

    gefunden bei:
    Diskussionsstand des Allgemeinen Syndikats Berlin vom 24.1.2007

  8. 8 ups 28. Januar 2009 um 16:21 Uhr

    ups, ich hab gerade nach Zitaten aus meiner Lieblingserie „Gute Zeiten Schlechte Zeiten“ gesucht und bin bei euch gelandet, ihr seid ja gar nich mal so lustig- eure Mandy

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